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Gruppenausflug zu den Hermannsdorfer Landwerkstätten bei Glonn

Am Samstagmorgen, den 25.08. trafen wir uns an der AWO in Markt Schwaben um zu den
Hermannsdorfer Landwerkstätten nach Glonn zu fahren. Das Wetter stand uns bei und die
Sonne strahlte den ganzen Tag. Auf der Hinfahrt unterhielten wir uns angeregt im Auto
über die schöne Landschaft und freuten uns auf die kommende Hoführung.
Die Hermannsdorfer Landwerkstätten sind deutschlandweit bekannt für Ihre ökologische
Landwirtschaft und die Schweine- und Hühnerhaltung. Nach Ankunft besorgten wir uns die
Tickets und bestaunten das schöne Landgut. Die Führung übernahm pünktlich gegen
10.00 Uhr eine sehr nette und freundliche „bayerische“ Dame, die uns im Schatten die
Philosophie und Geschichte des Unternehmens näher brachte.


Der Gründer Karl Ludwig Schweisfurth wurde geprägt durch seine Lehr- und Wanderzeit in
Amerika der 50er Jahre und schaffte im Januar 1984 eine für sich stimmende Wende
herbei. Die Botschaft: Höre auf und fange neu an – klein, überschaubar und mit
menschlichem Maß. Wieder alles zusammenbringen, was zusammengehört: die Bauern,
die Lebensmittel-Handwerker und die passionierten Verkäufer als Mittler zum Verbraucher.
Knapp 20 Minuten dauerte die geschichtliche Einführung. Wir alle horchten interessiert
und neugierig zu. Fragen waren erlaubt und wurden auch von den ein oder anderen
Teilnehmen gestellt.

Die Führung begann mit der Begutachtung der Schweinehaltung, es
wurde uns ausführlich erklärt wie die Schweine gehalten werden, welches Futter sie
bekommen und wieso auf dem Hof das reinrassige Schwäbisch-Hällische Schwein mit
dem Piétrain- und auch Duroc-Ebern gekreuzt werden. Anschließend ging es weiter zu
den Mastställen wo die tragenden Sauen ihre Ferkel bekommen. Bevor die jungen Ferkel
ihre ersten Erkundungen machen erhalten sie stundenweise – je nach Jahreszeit –Auslauf.

Der nächste Gang ging zur Schlachterei, den wir alle mit gemischten Gefühlen
betrachteten. Aber es war ja jedem vorher bewusst dass wir uns hier nicht im Streichelzoo
sondern bei einem Landwirtschaftsbetrieb mit Nutztierhaltung befinden. Durchschnittlich
werden ca. 75 Schweine pro Woche geschlachtet und der Großteil landet in den Hofläden
oder zur Verköstigung im eigenem Restaurant. Das Restaurant, welches früher als Stall
gedient hatte, ist sehr beeindruckend. Weiträumig und mit viel Liebe zum Detail
eingerichtet. Eigenes Brot, Käse und Bier werden zusätzlich selber hergestellt. Der ein
oder andere hätte wahrscheinlich nichts gegen eine Bier Verköstigung gehabt. Stattdessen
wurde uns frisches Brot angeboten, welches jeder probieren durfte. Geschmacklich waren
wir uns alle einig, sehr sehr lecker! Das alles hat auch seinen Preis, wie ein Blick auf die
Tageskarte verriet. Der Schweinebraten mit Knödel wurde für 25,- Euro und der Eiskaffee
für 9,50 Euro angeboten.

Nach ca. 1,5 Stunden endete die Hoführung hier, wir bedankten uns alle mit Applaus für
das Engagement der sehr netten Dame. Wir beschlossen das Gelände noch auf eigene
Faust zur erkunden und spazierten anschließend zum Hühnerareal, wo uns das ein oder
andere Hermannsdorfer Landhuhn über den Weg lief. Nebenbei naschten wir noch an den
Brombeersträuchern.

Abschließend besuchten wir noch den Hofladen und begutachteten
die Vielfalt an Lebensmitteln die der Betrieb selber herstellte.
Im Cafe „Steinbergers Marktblick“ in Glonn endete unser heutiger Ausflug. Flammkuchen
und Eiskaffee wurden bestellt und wir fühlten uns alle sehr wohl in der Gruppe.
Wir können uns gegenseitig unterstützen und öffnen, keiner muss sich verstecken, das zu
wissen kann schon einiges einfacher machen……