Kategorien-Archiv Aktuelles

AndreaVonAndrea

Ostergruß und 2-Jähriges

Liebe Alle,

bald könnten wir mit unserer Gruppe 2-Jähriges feiern: wir haben nämlich im April 2018 angefangen uns zu treffen. Doch unsere persönlichen Treffen finden zur Zeit nicht statt, den geplanten Gruppenausflug müssen wir leider verschieben und insbesondere angesichts der momentanen Lage ist einem vielleicht so gar nicht zum Feiern zumute.

Wir hoffen, ihr kommt trotzdem zurecht und habt vielleicht diese Woche Sonne getankt. Wir wünschen euch immer wieder ein freundliches Gesicht auch in dieser kontaktarmen Zeit und vielleicht ist dieser Gruß eine kleine Aufmunterung.

Wann die Treffen wieder beginnen können, ist schwer zu sagen. Vielleicht müssen wir erstmal auf einen anderen Raum ausweichen. Aber ganz sicher holen wir den Ausflug zum Schliersee so bald wie möglich nach. Außerdem gibt es die Überlegung, Treffen virtuell zu organisieren – am besten auch inkl. Telefonzugang. Dazu evtl. nächste Woche mehr..

Also, haltet die Ohren steif und lasst gern von euch hören!
Andrea & Viki

Bildnachweis: Kranich 17, Pixabay

AndreaVonAndrea

Kein Gruppentreffen diesen Donnerstag (19.03.20) und Corona-Hilfen

Liebe GruppenteilnehmerInnen und Interessierte,

aus bekannten Gründen findet das Treffen unserer Selbsthilfegruppe diesen Donnerstag, den 19.03., nicht statt. Wir bitten um Verständnis dafür.

Auch zwei Wochen später – am Do, den 02.04. – können wir uns nicht im AWO-Seniorenzentrum treffen. Sollte sich die Lage bis dahin doch wieder etwas entspannen, besteht die Möglichkeit sich bei Oli zu treffen, aber das entscheiden wir erst Ende März/Anfang April. Ebenso ob wir unseren geplanten Gruppenausflug zum Schliersee am Karsamstag (11.04.) unternehmen können.

Wer Hilfe für Besorgungen oder Ähnliches braucht, kann sich nach Hilfsteams in seiner Gemeinde erkundigen. Ein guter Anlaufpunkt könnte auch die Nachbarschaftshilfe vor Ort sein; eventuell haben einige Apotheken einen Lieferdienst für Medikamente. Auf dieser Website kann man aktuell auch Hilfe suchen oder anbieten: https://www.quarantaenehelden.org/#/

Für Gespräche gibt es die Telefonseelsorge unter 116 123 und etliche Beratungsstellen bieten weiterhin telefonische sowie Mailberatung an. Auch beim Traumahilfezentrum München ist aktuell 2 Stunden am Tag ein Krisentelefon für Betroffene wegen Corona freigeschaltet: https://www.thzm.de/thzm-und-corona/

Abschließend noch die Nummern des ärztlichen Bereitschaftsdienst: 116 117 und des psychiatrischen Krisendienst in Oberbayern: 0180 – 655 3000.

Wir wünschen euch alles Gute für diese Zeit!
Andrea & Alex
‚Aktiv für die Psyche‘ in Markt Schwaben

PS: In Markt Schwaben hat sich am Mittwoch unter Federführung der Kolpingfamilie eine Aktionsgruppe gegründet unter dem Namen „Bürger für Bürger“. Auf der Webseite der Kolpingfamilie kann man seine freiwilligen Dienste ab 19. März anbieten, die zum Ziel haben, Hilfebedürftige in diesen Corona-Zeiten zu unterstützen. Wer Hilfe benötigt kann sich ab Montag unter der Nummer (0178) 178 50 71 melden. Heute werden im Ort dazu 6000 Flugblätter verteilt. Eine Mail-Adresse gibt es auch schon: buergerfuerbuergerms@gmail.com.

Noch mehr Hilfen im Landkreis Ebersberg hier – https://www.merkur.de/lokales/ebersberg/ebersberger-land-ort28613/ebersberg-bayern-corona-krise-landkreis-ebersberg-steht-zusammen-13604466.html

 

AndreaVonAndrea

Mitradler gesucht für Tagesstrecke bei der MUT-TOUR Ende August 2020

Seit ein paar Jahren wird deutschlandweit mit der MUT-TOUR auf einen aktiven und offeneren Umgang mit Depressionen hingearbeitet. Von der Webseite der Veranstalter:

Die MUT-TOUR ist Deutschlands erstes Aktionsprogramm, bei dem sich Menschen mit und ohne Erfahrung mit Depression auf Tandems, in Kajaks und beim Wandern durch ganz Deutschland bewegen. Dabei erleben die Teilnehmenden gemeinsam Bewegung, Struktur und Natur. Somit eröffnet die MUT-TOUR neue Wege in der Gesundheitsprävention. Während ihrer Etappenwege teilen die Teilnehmenden ihre positiven Erfahrungen mit Journalisten und leisten dadurch einen Beitrag für einen unverkrampften Umgang mit Depression als Erkrankung. Das Ziel ist es, einmal in einer Gesellschaft zu leben, in der angst- und schamfrei mit psychischen Erkrankungen umgegangen wird. Die diesjährige MUT-TOUR startet am 20.06. in Stadthagen und endet am 30.08.2020 in Regensburg. Interessierte können sich momentan noch für eine Etappen-Teilnahme bei uns melden.

Am Freitag, den 28.08.2020 ist ein Aktionstag in München geplant und danach wird nach Regensburg weiter geradelt. Ich würde gerne mit einer Gruppe von mind. 6 Personen bei einer individuellen Mitfahr-Aktion dabei sein. Man begleitet das Etappenteam für 5-15 km und hat dann noch die Rückfahrt. Es wäre schön, wenn sich noch 5 Mitradler finden würden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man mit der MUT-TOUR vereinbaren kann, am Samstag, den 29.08.2020 einen Streckenabschnitt zwischen München und Landshut mitzufahren. Wie viele Kilometer wir mitradeln wollen, können wir natürlich in der Gruppe ausmachen.

Wer Lust hat, bitte gerne bei mir melden: andrea@depression-erding.de – ich werde es auch in der Selbsthilfegruppe ansprechen.

Hier noch mehr Infos zu Mitfahr-Aktionen der MUT-TOUR: https://www.mut-tour.de/mach-mit/aktionstage/individuelle-mitfahr-aktionen/

AndreaVonAndrea

Von der Seele schreiben + unterstützende Videos

Letzten Donnerstag haben wir uns länger mit dem Thema ‚über Erfahrungen schreiben‘ beschäftigt. Anlass war das Buch „Heilung durch Schreiben“, in dem ein viertägiges Schreibprojekt zum besseren Verarbeiten von Traumas oder emotional aufwühlenden Erlebnissen beschrieben wird. Unsere Gruppe war geteilter Meinung: Einige denken, dass man Dinge besser dadurch verarbeiten kann, indem man sie aufschreibt. Andere wollten sich nicht zusätzlich belasten, indem sie sich mit schwierigen Themen auch noch schriftlich auseinandersetzen oder bevorzugen das Sprechen. Zwei Teilnehmer waren eher der Meinung, dass man über Aktuelles oder gezielt Positives schreiben sollte.

Ich denke, ich werde das viertägige Schreibprojekt alleine ausprobieren. Laut dem Autor James Pennebaker brauchten Studienteilnehmer, die über belastende Ereignisse schrieben, langfristig weniger ärztliche oder therapeutische Unterstützung, auch wenn es ihnen kurzzeitig nach dem Schreiben eventuell erst einmal schlechter ging.

Später kamen wir noch auf die Themen Meditation, Yoga und Tanzen zu sprechen; außerdem wie sehr es hilft, wenn man anderen helfen kann oder das Gefühl hat, gebraucht zu werden. Am Schluss hat noch eine Teilnehmerin die Videos von der Psychologin Dr. Wlodarek empfohlen, die einen YouTube-Kanal über Life Coaching betreibt. Hier ein Link zum Thema Lebenssinn: https://www.youtube.com/watch?v=AWL1-uP-agY

adminVonadmin

Weihnachtsgruppentreffen 2019

Beim letzten Treffen von Depression Erding Ebersberg in Markt Schwaben im Jahr 2019 ließen wir unser Gruppentreffen mit Kinderpunsch und belegten Baguette ausklingen. Es war wie im letzten Jahr ein entspannte und schönes Treffen vor Weihnachten.

 

 

adminVonadmin

Depression kennt keine Liga #GedENKEminute

Am Sonntag, den 10. November jährt sich der Todestag vom ehemaligen National-Torhüter Robert Enke. Der tragische Tod von ihm machte vielen klar, dass eine depressive Erkrankung jeden treffen kann. Teresa Enke baute nach dem Tod ihres Mannes die Robert-Enke-Stiftung auf; die Organisation informiert seit 2010 über die Krankheit und wirkt auch bei Projekte mit, die zur Unterstützung von Betroffenen dienen.

Der Einsatz der Robert-Enke-Stiftung in der Öffentlichkeit war auch der Grund, dass diese Webseite ins Leben gerufen wurde. Später wurde dann unsere Selbsthilfe-Gruppe 2018 gegründet.

Wir finden, die Aktion #GedENKEminute der Robert-Enke-Stiftung ist eine tolle Aktion und bitten hiermit alle Vereine  – egal welche Ligazugehörigkeit im Damen- und Herren-Erwachsenenbereich am Wochenende diese Aktion zu unterstützen

und somit eine breite Masse auf das Thema Depression aufmerksam zu machen. Wir hoffen, dass viele vielleicht den Mut erhalten durch diese Aktion sich Hilfe zu holen und nicht erkrankte sich mehr bewusst machen, dass diese Krankheit existiert.

Viele depressive Leben unsichtbar unter uns allen in der Gesellschaft und diese psychische Erkrankung kann vom Jugendlichen bis zum Rentner jeden treffen. Frühzeitiges Erkennen kann die Krankheit mildern, heilen oder auch Leben retten.

Hiermit rufen wir alle Fußballvereine im Landkreis Erding und Ebersberg dazu auf, dem Aufruf der Robert-Enke-Stiftung zu folgen und am Sonntag eine Gedenkminute abzuhalten.

 

 

 

Weitere Informationen finden sich unter:

http://www.gedenkeminute.de

und

https://robert-enke-stiftung.de

 

 

OliVonOli

Gruppenausflug zu den Hermannsdorfer Landwerkstätten bei Glonn

Am Samstagmorgen, den 25.08. trafen wir uns an der AWO in Markt Schwaben um zu den
Hermannsdorfer Landwerkstätten nach Glonn zu fahren. Das Wetter stand uns bei und die
Sonne strahlte den ganzen Tag. Auf der Hinfahrt unterhielten wir uns angeregt im Auto
über die schöne Landschaft und freuten uns auf die kommende Hoführung.
Die Hermannsdorfer Landwerkstätten sind deutschlandweit bekannt für Ihre ökologische
Landwirtschaft und die Schweine- und Hühnerhaltung. Nach Ankunft besorgten wir uns die
Tickets und bestaunten das schöne Landgut. Die Führung übernahm pünktlich gegen
10.00 Uhr eine sehr nette und freundliche „bayerische“ Dame, die uns im Schatten die
Philosophie und Geschichte des Unternehmens näher brachte.


Der Gründer Karl Ludwig Schweisfurth wurde geprägt durch seine Lehr- und Wanderzeit in
Amerika der 50er Jahre und schaffte im Januar 1984 eine für sich stimmende Wende
herbei. Die Botschaft: Höre auf und fange neu an – klein, überschaubar und mit
menschlichem Maß. Wieder alles zusammenbringen, was zusammengehört: die Bauern,
die Lebensmittel-Handwerker und die passionierten Verkäufer als Mittler zum Verbraucher.
Knapp 20 Minuten dauerte die geschichtliche Einführung. Wir alle horchten interessiert
und neugierig zu. Fragen waren erlaubt und wurden auch von den ein oder anderen
Teilnehmen gestellt.

Die Führung begann mit der Begutachtung der Schweinehaltung, es
wurde uns ausführlich erklärt wie die Schweine gehalten werden, welches Futter sie
bekommen und wieso auf dem Hof das reinrassige Schwäbisch-Hällische Schwein mit
dem Piétrain- und auch Duroc-Ebern gekreuzt werden. Anschließend ging es weiter zu
den Mastställen wo die tragenden Sauen ihre Ferkel bekommen. Bevor die jungen Ferkel
ihre ersten Erkundungen machen erhalten sie stundenweise – je nach Jahreszeit –Auslauf.

Der nächste Gang ging zur Schlachterei, den wir alle mit gemischten Gefühlen
betrachteten. Aber es war ja jedem vorher bewusst dass wir uns hier nicht im Streichelzoo
sondern bei einem Landwirtschaftsbetrieb mit Nutztierhaltung befinden. Durchschnittlich
werden ca. 75 Schweine pro Woche geschlachtet und der Großteil landet in den Hofläden
oder zur Verköstigung im eigenem Restaurant. Das Restaurant, welches früher als Stall
gedient hatte, ist sehr beeindruckend. Weiträumig und mit viel Liebe zum Detail
eingerichtet. Eigenes Brot, Käse und Bier werden zusätzlich selber hergestellt. Der ein
oder andere hätte wahrscheinlich nichts gegen eine Bier Verköstigung gehabt. Stattdessen
wurde uns frisches Brot angeboten, welches jeder probieren durfte. Geschmacklich waren
wir uns alle einig, sehr sehr lecker! Das alles hat auch seinen Preis, wie ein Blick auf die
Tageskarte verriet. Der Schweinebraten mit Knödel wurde für 25,- Euro und der Eiskaffee
für 9,50 Euro angeboten.

Nach ca. 1,5 Stunden endete die Hoführung hier, wir bedankten uns alle mit Applaus für
das Engagement der sehr netten Dame. Wir beschlossen das Gelände noch auf eigene
Faust zur erkunden und spazierten anschließend zum Hühnerareal, wo uns das ein oder
andere Hermannsdorfer Landhuhn über den Weg lief. Nebenbei naschten wir noch an den
Brombeersträuchern.

Abschließend besuchten wir noch den Hofladen und begutachteten
die Vielfalt an Lebensmitteln die der Betrieb selber herstellte.
Im Cafe „Steinbergers Marktblick“ in Glonn endete unser heutiger Ausflug. Flammkuchen
und Eiskaffee wurden bestellt und wir fühlten uns alle sehr wohl in der Gruppe.
Wir können uns gegenseitig unterstützen und öffnen, keiner muss sich verstecken, das zu
wissen kann schon einiges einfacher machen……

VickiVonVicki

Erfahrungsbericht mit Antidepressiva von einem anonymen Teilnehmer

Der sinnlose Bürojob, das momentan überanstrengte Leben, die Ängste, wie und wo es mit mir weitergeht, alles sträubt sich innerlich dagegen, 1000 Fragen keine Antworten. 17 Monate ist es her, da wirkte, Escitalopram nach 5-jähriger Einnahme nicht mehr so wie es sollte oder besser gesagt wie man es gewohnt war.
 
Ich begab mich auf stationär auf eine psychosomatische Station in einer angesessenen Klinik, um einen Medikamentenwechsel vorzunehmen. Eine neue Odyssee nahm ihren Lauf, ahnungslose und teils unwissende Ärzte, die eher von mir beraten wurden anstatt ich von Ihnen, Pfleger, die keine Ahnung haben was ein Antidepressivum mit einem so anstellt im Körper. Therapien, die teils einen Stand der Steinzeit haben. Helfe dir selbst, sonst weiß es keiner.
 
Nach Absprache wurde das Escitalopram von 20 mg auf 0 mg in 2 Wochen abgesetzt und Milnacipran langsam eingeschlichen. Milnacipran, ein eher unbekanntes Medikament, was hauptsächlich in Österreich verschrieben wird aus der Reihe der SNRIs. Da ich, hypersensibles Angstwesen von Haus aus mit permanenter Unruhe getriggert bin, war ich von Anfang an skeptisch. Begründung ganz einfach, das Medikament zielt nicht nur auf Serotonin, sondern auch auf Noradrenalin (ein körpereigener Botenstoff, der als Stresshormon und Neurotransmitter wirkt). Perfekt, beim Einschleichen noch mehr Unruhe und Nervosität als sonst schon. Wieso, weshalb, warum ich trotzdem dem Rat des Arztes folgte, kann ich nur mit einem Aussetzer meines Geisteszustands begründen. 4 Wochen gingen ins Land und das komplette Paket der Nebenwirkungen (ziehen im Hoden, brennen beim Wasser lassen, permanente Unruhe) standen mir bei. Nach ca. 35 Tagen machte ich einen Cut, ich verspürte nicht ansatzweise einen Erfolg. Die wöchentlichen Visitengespräche wurden also wieder spannend, was geben wir jetzt?
 
 
 
Venlafaxin (SNRI), ja ne is klar, hatte vor 10 Jahren nicht funktioniert, aber das sollte man nochmal ausprobieren. Oder was meinen Sie Herr XXXX?
Haben Sie einen Tipp für mich? Wohlgemerkt ein kompetenter und lebenslustiger Klinikarzt der Neurologie. Ich sah ihn des Öfteren an und dachte mir ich sitze auf dem falschen Stuhl. Nur am Rande, hatte es die Station in 6 Wochen nicht hinbekommen meine Krankenakte aus der zum Klinikum angehörigen Institutsambulanz, Luftlinie 200 m, einzusehen. Bürokratie oder ich nannte es komplettes Versagen ein in sich nicht homogen Klinikums. Alles aus den letzten 16 Jahren, sämtliche Medikationen, alle Therapiegespräche, ja mein halbes Leben stand in dieser Akte. Aber zu meinem Pech war meine dortige Ärztin im Krankenstand und Urlaubsmodus. Herausgabe der Akte nur mit Einstimmung und Genehmigung des „Generals“ des Klinikums. Nochmal zur Verinnerlichung, „200 m Luftlinie“. Milnacipran wurde auch dann in einem ambitionierten Start – Ziel Zeitfenster von 7 Tagen abgesetzt. Venlafaxin wurde eingeschlichen, mein ZNS (zentrales Nervensystem) dankte es mir prompt. Die Fußball WM zog ins Land und so langsam wurde mir bewusst hier kann es länger dauern. Die begleitenden Therapien, die zu 80 % aus Sportangeboten bestanden, machte ich mehr unterbewusst als bewusst mit. Zusätzlich stellten sich bei mir Knieprobleme ein, das die ganze Sache nicht leichter machte.
Achtsamkeit wird als neuer Therapie Hype großgeschrieben. Mag ja sein, dass diese Art von Therapieansatz eine Wirkung erzielen kann, nützt, aber nur bedingt, wenn man sich in einem ZNS befindet, das einen permanent signalisiert du bist hier nicht richtig.
 
Meine persönliche Recherche ergab Baclofen (Arzneistoff aus der Gruppe der Muskelrelaxation). Ein Off Label (die Verordnung eines Arzneimittels außerhalb des durch die Arzneimittelbehörden zugelassenen Gebrauchs) Medikament für Menschen mit Alkohol Problemen und Spastiken, was gezielt im ZNS wirkt und nebenbei eine erstaunliche Wirkung gegen aller Art von Ängsten hat. Aber halt „Off Label“ und kein zugelassenes Psychopharmaka. Ohne ärztliches Rezept keine Chance. Aber ich hatte einen Tipp, den ich in der nächsten Visite vortrug. Das wird bei Spastiken eingesetzt, aber hat hier keine Verwendung, so der Oberarzt kurz und knapp. Stattdessen sollte ich doch gegen die ständige Unruhe „zusätzlich“ Seroquel ausprobieren. Standard Medikament für 90 % der Patienten auf dem Klinik Gelände. Verkauft sich also hervorragend. Nächster Tag, nächstes Glück, 25 mg die Einstiegsdosis für Seroquel sollten es sein. Das machte mich auf Anhieb stumpf und dumpf und verschärfte nur die dunklen Stellen in einigen Gehirnregionen. Wie schaffen es Menschen mit 300 mg gerade auszugehen und klar zu denken, dachte ich mir. Dann doch lieben Achtsamkeit und Ergometer. Das Thema Seroquel war für mich vom Tisch. Die Fußball WM zog aus dem Land und Venlafaxin war natürlich nicht der erhoffte Durchbruch. Mit einer Dosis von125mg wurde ich nach ca. 9 Wochen entlassen. Mir ging es schlecht, besser gesagt ich wusste nicht, inwieweit ich überhaupt draußen lebensfähig bin. Die Oberärztin sah mich beim Entlassungsgespräch an und meinte ernsthaft mir ginge es doch gut und das Venlafaxin liegt innerhalb des Spiegels. Machen Sie das beste draus und gehen Sie am Montag wieder arbeiten. Paradoxe Situation, die mir jeglichen Verstand raubte und mich mundtot machte. Meine Gefühlswelt war auf dem Kopf gestellt. Erstmal sacken lassen und raus hier.
 
Ich ging natürlich nicht arbeiten, wie auch. Ein paar Tage später durfte ich wieder zu meiner „Lebensbegleiterin“ und Ärztin in der Institutsambulanz. Warum ich den kein Lyrica (Pregabalin, ein Arzneistoff aus der Gruppe der Antikonvulsiva) auf der Station bekommen hätte, fragte sich mich als Erstes. Das vertrug ich ja vor 10 Jahren schon so gut. Lyrica wird als sogenannter „Mood Stabalizer“ für Angst Patienten verschrieben. Keine Ahnung, antwortete ich. Lyrica kann ein Abhängigkeitspotenzial entwickeln, so die Standard Antwort auf der Station. Quatsch, sagte meine Ärztin, wissenschaftlich noch gar nicht erwiesen. Alles filmreif, was sich hier abspielt, mit dem Stoff könnte ich an die Medien herantreten und was Großes in Gang bringen. Dass Milnacipran und Venlafaxin bei mir nicht wirken, hätte sie sich gleich gedacht. Ja was nun, 9 Wochen stationärer Aufenthalt für die Katz? Ich sollte es doch nochmal mit Escitalopram versuchen. Wo ist das „Versteckte Kamera“ Team, mir wurde glasklar bewusst „bleibe dir treu“ und nicht den Ärzten. Aber wie mache ich weiter? Sich ganz aufgeben, zu kapitulieren, um einen kompletten Neuanfang im Leben zu starten oder aber mich der weiteren Medikamenten Odyssee hingeben, um in dieser krankhaften Gesellschaft zu funktionieren.
Baclofen ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Aber auch meine Ärztin spielte da nicht mit. Das kann sie ihrem Oberarzt gegenüber nicht verantworten und außerdem habe ich kein Alkoholproblem. Tja, leider dachte ich. Nach kurzer Recherche und aus purer Verzweiflung bestellte ich das Baclofen im „World Wide Web“. Ich entschied mich für den chemischen Weg, um die Maschinerie am Laufen zu halten. Der weitere Plan sah vor Venlafaxin auszuschleichen und Escitalopram mal wieder einzuschleichen bei gleichzeitiger Gabe von Lyrica.
 
Mittlerweile kam der Herbst mit all seinen schönen Facetten und der Oktober stand vor der Tür. Die nächsten Monate schritten voran, ich ging fleißig in die Arbeit und ertrug gnädig die Symptomatik des Ein- und Ausschleichens. Meine Ärztin braucht einen langen Atem mit einem Patienten dessen einziges „funktionierendes“ Medikament aus der Gruppe der SSRI/SNRI in den letzten 15 Jahren nochmal neu aufgerollt wird. Der letzte Versuch mit Escitalopram um die Botenstoffe neu zu sortieren. Was ich und mein Körper wirklich wollten interessierte keinen außer mich selber. Meine Ärztin brauchte Abstand von mir um sich neu zu sortieren, sie war quasi mit ihrem Latein am Ende. Für die vollständige Kapitulation war und bin ich momentan noch nicht bereit. Ich suchte mir Rat im Internet, bei einem Psychopharmaka Spezialisten, der wie sich beim Gespräch herausstellte auch nur „Standard“ Format hatte.
 
Venlafaxin auszuschleichen kann sehr anstrengend und kräftezehrend sein, kann aber muss nicht. Wir Menschen sind so verschieden, dass es dafür ein eigenes Wikipedia braucht. Ich bin in 10 Wochen von 125 mg auf 0 mg und glaubt man gewissen Internet Foren, war das noch viel zu kurz. In Begleitung von ständiger Grippe ähnlichen Symptomen und sogenannten „Brain Zaps“ (Stromstöße) im Kopf schreit der Körper und die Seele „Hurra“. Täglich 8 Stunden Bildschirmarbeit im Büro tun ihr Übriges. Und warum sollte eigentlich
jetzt Escitalopram Wunder erwartend wieder wirken? Diese Frage konnte mir meine Ärztin auf wiederholter Nachfrage medizinisch nicht beantworten. Probieren Sie es einfach aus. Mittlerweile war ich wieder bei 10 mg Escitalopram angelangt. Energie und kraftlos fühlte sich mein Körper an, eine Leere, die in Verbundenheit mit einem außer der Spur laufenden ZNS nur Müdigkeit hervorrief. Es gibt Momente, da möchte ich nur für 1 Jahr in einem Sarg liegen und schlafen. Aufwachen mit einem Reset im Kopf und frischer Energie.
 
Baclofen hatte ich mittlerweile im Schrank stehen. Der Mut fehlt mir es, ohne medizinischen Beistand auszuprobieren. Hab ja auch keine Spastiken und kein Alkohol Problem. Trotzdem bringt es mich zum ersten male in meinem Leben in eine medikamentöse Zwickmühle. Was kann ich schon verlieren, nachdem ich ein bekanntes Baclofen Forum im Internet nach allen Berichten, Nebenwirkungen usw. durchforstet hatte und mir dessen bewusst war das eine kleine Dosis keine schwerwiegenden Auswirkungen hätte. Mal davon abgesehen ist die Liste der Nebenwirkungen vom Baclofen sehr sehr überschaubar, im Vergleich zu einem Antidepressivum ein Witz.
 
Das erneute Einschleichen von Escitalopram hätte ich mir sparen können, keine oder besser gesagt die erwünschte Wirkung trat nicht ein. So saßen meine Ärztin und ich eines Abends für 2 Stunden gegenüber und schoben uns die gedanklichen Fragezeichen gegenseitig zu. Wir gingen die gesamte Palette der Psychopharmaka durch und letztendlich sollte ich „nochmal“ Citalopram ausprobieren, schlug vor ca. 8 Jahren gut an, stand aber später die Nesselsucht (in den Händen und am Dekolleté), die sich im Laufe des Einschleichens entwickelte, im Weg. Der Körper vergisst nicht. Wir schlichen ganz langsam ein, erst ein paar Wochen 2,5 mg, dann ein paar Wochen 5 mg usw.. Bis 10 mg war alles in Ordnung. Somit stand dem nichts im Wege mit der Dosierung höher zu gehen. Die 15 mg wurden erreicht und erste Hautirritationen und Juckreiz stellten sich ein. Die Alarmglocken läuteten und die Stimmung ging in den Keller. Meine Ärztin pochte weiter auf Aufdosierung auf 20 mg, da dies die therapeutische Dosierung sei. Gut, dachte ich dann nichts wie rein ins Unverderben. Die Nesselsucht artigen Symptome am Dekolleté und an einigen Stellen in den Händen kamen, sahen und siegten. Nach einer Woche auf einer Dosierung von 20 mg Citalopram hatte ich dein dumpf drückendes Gefühl auf der Brust und den Bronchien. Nach Absprache mit meiner Ärztin machten wir einen sofortigen Cut, um nicht als Notfall Asthmatiker in einer Klinik zu landen.
Ok, da habe ich ja Erfahrung drin und bin schließlich „Ausschleich“ Experte.
6 Wochen wollte ich mir geben von 20 mg auf 0 mg. Man gönnt sich ja sonst nichts. Die Ängste stiegen in jeder Pore meines ZNS von Tag zu Tag an. Die Palette der sogenannten „Stimmungsaufheller“ aus der Gruppe der SSRIs und SNRIs waren zu 90 % abgefertigt. Die Wochen des Absetzens verstrichen, 2 fieberhafte Infektionen während der Absetzphase taten ihr Übriges. Anfang Juli 2019 war ich auf 0 mg Citalopram. Die üblichen Absetzerscheinungen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, Aggressivität und Brain Zaps stellten sich ungefähr nach einer Woche des Absetzens ein. In der Regel sagt man, 4–8 Wochen kann die Symptomatik schon mal dauern. Darauf zu hoffen, dass es hierzu eine Aussage oder Informationen vonseiten der Ärzte gibt, kann man getrost vergessen. Beste Informationsquelle zum Absetzen von Antidepressiva gibt es im Internet unter adfd.org.
 
Meine Ärztin nahm Rücksprache mit Ihrem Oberarzt um die Stecknadel im Heuhaufen zu finden. Ich verteufel meine Ärztin nicht, sie hat mich nie zu irgendwas gezwungen und ist stets bemüht eine Lösung zu finden, wenn auch nur eine medizinische. Sie ist geduldig mit einem schwierigen Patienten, der selber nicht weiß was er „wirklich“ will. Für die nicht medizinische Lösung gibt es vielfältige Möglichkeiten, konventionelle wie auch unkonventionelle. Mein persönlicher Schlüssel liegt hier in der Traumatherapie die hauptsächlich den Körper und das ZNS mit einbindet.
 
Der Anruf meiner Ärztin ließ nicht lange auf sich warten. Tianeptin, ein sehr unbekanntes trizyklisches Antidepressivum, wenig Nebenwirkungen und ein paradoxes Wirkprinzip als alle anderen auf dem Markt gängigen ADs.
Es ist nämlich ein Serotonin Wiederaufnahme Verstärker. Ich wollte mich vorab nicht informieren und ganz unbedacht an das Medikament herantreten. Einziger Nachteil, die Einnahme findet morgens, mittags und abends statt, jeweils 12,5 mg. Rezept war da, die Vorfreude groß und die Apotheke wurde beauftragt.
 
Zwischendurch erhielt ich eine positive Nachricht eines anderen Klinikums welches mir den Starttermin für meine „deep rTms“ Behandlung gab. Die Anmeldung war dort vor ca. 3,5 Monaten. Deep rtms wird bezeichnet als transkranielle Magnetstimulation. Es ist eine nicht invasive Technologie bei der mithilfe starker Magnetfelder Bereiche des Gehirns stimuliert worden. Ausführliche Berichte dazu gibt es Internet. Die Methode wird auch hauptsächlich für Menschen mit schweren Depressionen angewendet, die nicht auf Antidepressiva ansprechen oder sie nicht vertragen.
 
Da ein noch unbekannter Hautausschlag mit tellerartig großen Flächen meine Haut besiedelte, musste ich das Tianeptin nach nur 2 Tagen Einnahme schlagartig wieder absetzen. Ich begab mich in eine Münchner Hautklinik, da dies komplett Neuland für mich war. Nach ausführlichen Tests (Blut, Stuhl, Entzündungsparameter und Gewebeprobe), die allesamt zum guten ausfielen, herrschte mal wieder Unstimmigkeit und Ratlosigkeit in den Augen der Damen und Herren in Weiß. Dass nach 17 Monaten Medikamentenodyssee der Körper irgendwann sagt „STOP“ war mir so klar wie das Amen in der Kirche. Und was gibts als „Lekkerli“ obendrauf? Na klar, Cortison Infusionen, das Allheilmittel, der Heilsbringer in der global medizinischen Branche. Gut, machen wir das auch noch mit, man will ja nicht noch mehr rote Flecken bekommen. Entlassung nach ca. 1 Woche, sie brauchen Geduld, die Flecken brauchen ein paar Wochen bis sie wieder weggehen. Die Diagnose lautete EEM sprich „Erythema multiforme“. Ich werde mich die nächsten 3 Wochen auf meine rtms Behandlung konzentrieren und lass die Flecken einfach Flecken sein.
 
Ein ausführlicher Erfahrungs- Bericht über die „deep rtms“ Behandlung wird folgen.

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AndreaVonAndrea

Jubiläumsausflug zum Einjährigen Bestehen von ‚Aktiv für die Psyche‘

Mitte April 2018 haben wir das erste Mal ein Treffen unserer Selbsthilfegruppe (SHG) ‚Aktiv für die Psyche‘ in Markt Schwaben veranstaltet. Wir Gruppengründer waren damals recht nervös, aber es hat gut geklappt vor einem großen Publikum. Seither hat sich viel getan; es gibt mittlerweile einen festen ‚Gruppen-Kern‘, im Zuge der Gruppeninventur haben sich die Aufgaben neu verteilt und wir haben uns selbst eine klarere Gruppenstruktur mit zum Beispiel Kommunikationsregeln gegeben.

All diese Dinge sind aus meiner Sicht – als treibende Kraft der Gruppe – sehr gute Gründe, das Einjährige Bestehen unserer SHG zu feiern. Also haben wir uns am Osterwochenende mit 2 Autos aufgemacht zum Wildpark nach Oberreith hinter Gars am Inn. Wir haben uns angeregt unterhalten, die Tiere angeschaut, ein paar sind auf den Aufsichtsturm hoch und eine Rast haben wir schließlich vor der Kletteranlage im Wald eingelegt.

Eindrücklich war dann auch der Besuch eines Bienen-Hauses, mir haben die gewaltigen Findlinge (große Steine) aus dem Inntal imponiert und besonders ansprechend fanden die meisten von uns die Wollschweine. Anders als beispielsweise die Wildschweine in Poing wirkte deren Familiengefüge recht harmonisch und die Tiere fühlten sich in ihrem Familienverbund sichtlich sau-wohl 😉

Am Nachmittag haben wir dann die Flugschau im Wildpark Oberreith angeschaut; ein besonderes Erlebnis! Der Falkner erzählte von seinem Alltag mit den Raubvögeln und dass es unbedingt notwendig ist, dass jedes Tier eine Handaufzucht ist, um irgendeine Chance zu haben, dass sich der Vogel an Menschen gewöhnt. Uhu, Geier & Co. sind nur knapp über unseren Köpfen geflogen und zuletzt hat sich ein fränkischer Milan bei seinem ersten oder zweiten Freiflug längere Zeit geweigert, zurück zu seiner ‚Vogel-Frau‘ zu fliegen und sich stattdessen einfach auf dem Reh-Gehege niedergelassen bzw. immer wieder seine Segelrunden gedreht.

Wir haben im Anschluss noch die Ponys und Alpakas gestreichelt und gefüttert. Bevor wir den Park endgültig verlassen haben, ging es noch 5min auf die Kinder-Wildpark-Eisenbahn und wir sind noch einmal mit Lok-Antrieb und einer anderen Perspektive ein Stück des Parks abgetuckert. Für mich ein rundum gelungener Ausflug zum 1. Geburtstag von ‚Aktiv für die Psyche‘!

PS: Wer Fische mal gründeln sehen will, kann das derzeit auch in Oberreith..

adminVonadmin

Gruppeninventur beim Selbsthilfezentrum München

Unser Gruppe nahm das Angebot, über das Selbsthilfezentrum (SHZ) München eine Gruppeninventur durchzuführen, gerne wahr. Am Samstag trafen wir uns und fuhren gemeinsam in die Stadt zum SHZ.

Die geplanten 4 Stunden sollten den Organisatoren und Gruppenmitgliedern die Möglichkeit geben, den Ablauf und die Gestaltung der 14-tägigen Treffen von ‚Aktiv für die Psyche‘ mit Hilfe eines Supervisors zu reflektieren. Das bestehende Konzept sollte überdacht werden und neue Anregungen eingebracht (werden).

Im ersten Schritt forderte uns der Supervisor – Herr Eisenstecken – auf, Vorschläge zu machen, was wir denn an diesem Tag diskutieren wollen. Es kamen einige Themen zusammen und in einem zweiten Schritt durfte jeder drei Punkte bei den Themen setzen, die er oder sie am wichtigsten fand. Die Themen mit den meisten Punkten wurden zunächst besprochen. Nach und nach fiel auf, dass ein Teil der Themen Verbindungen zu anderen hatte.

Mit der Unterstützung von Herrn Eisenstecken konnten wir auch bei schwierigen Themen und auseinandergehenden Meinungen, eine konstruktive Lösung im Team entwickeln. Für uns und Herrn Eisenstecken eine positive Entwicklung! Der Supervisor moderierte das Geschehen sehr gut, ging auf unsere Anliegen ein und regte die Gruppe immer wieder dazu an, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Zum Thema Kommunikation ist uns von Herrn Eisenstecken folgendes in Erinnerung geblieben: Kommunikation findet immer statt, auch wenn diese nicht verbal erfolgt. Jeder Mensch nimmt Gesten seiner Mitmenschen anders wahr und interpretiert die Situation individuell, wobei es verschiedene Sichtweisen auf scheinbar ein- und dieselbe Sache geben kann. Dadurch entstehen Verständnisprobleme, die zu Unruhe unter den Beteiligten führen können. Daher ist es wichtig, wenn auch nicht immer sofort möglich, die Wahrnehmung gegenüber dem anderen zu erklären und Fragen im Detail zu besprechen.

Für unsere zukünftigen Gruppenstunden nehmen wir mit, dass wir miteinander Kommunikationsregeln formulieren wollen und uns mit der Frage der Gruppenleitung beschäftigen wollen: Hat diese jemand oder haben diese mehrere Personen inne und inwiefern übernimmt wer welche Verantwortung? Herr Eisenstecken hat uns empfohlen, dass eine Beschäftigung mit diesen Fragen Konflikte, die häufig in Selbsthilfegruppen auftreten, entschärfen können. Und unterschiedliche Meinungen sind noch keine Konflikte! Der bewusste und respektvolle Umgang mit den unterschiedlichen Meinungen ist das, wofür ich mir Raum in unserer Selbsthilfegruppe wünsche.