Jahresarchiv 2020

VonAndrea

Unsere öffentlichen Gruppentreffen haben wieder begonnen!

Vor der Sommerpause hatten wir den ersten Testlauf in unserer neuen Location für dieses Jahr in Ottenhofen. Und gestern – frischer und herbstlicher ist es geworden ~ hat sich unsere Gruppe ‚Aktiv für die Psyche‘ zum zweiten Mal wieder getroffen.

Thematisch haben wir uns beide Male mit inneren Anteilen beschäftigt: vor den Sommerferien mit dem inneren Kind und nun mit dem inneren Kritiker. Ja, was sind innere Anteile? Stimmen oder Empfindungen in unserem Kopf (oder vielleicht auch  anderswo in unserem Körper: im Herzen?), die uns sehr oft unbewusst beeinflussen, bis wir einen bewussteren Umgang mit ihnen pflegen.

Ich persönlich habe mittlerweile einen guten Kontakt zu meinem inneren Kind aufgebaut. Es gibt auch Zeiten in meinem Alltag, da nehme ich es richtiggehend an die Hand und mache kindliche Sachen für mein Seelenheil. In der Gruppe haben wir darüber gesprochen, wie man Kontakt zu seinem inneren Kind aufnehmen kann. Tiere wurden genannt, in Pfützen springen, sich selbst in den Arm nehmen, seinem inneren Kind schreiben, über Fotos aus der eigenen Kindheit seinem kleinen Jungen oder Mädchen näher kommen. Als Literatur können wir dazu auch die Büchlein von Susanne Hühn empfehlen z.B. dieses aus ihrer Innere-Kind-Reihe heißt ‚Angst loslassen‘: https://www.schirner.com/katalog/das-innere-kind-angst-loslassen-p-16521.html

Ja, und gestern der innere Kritiker: die Stimme in einem, die einen selbst verurteilt, weil sie meint, man hätte sich nicht angemessen verhalten oder sei einfach generell nicht gut genug. Das kann mitunter ganz schön gnadenlos sein. Im Gespräch waren wir uns einig, dass auch diese innere Stimme viel mit unseren Kindheitserfahrungen in Familie und Schule zu tun hat; es geht wieder darum, wie wir erzogen wurden; brav sein, nicht auffallen usw. Worum es bei diesen Erkenntnissen jedoch nicht geht, ist den Eltern, Lehrern oder sonst irgendjemanden, die Schuld für die eigenen Unzulänglichkeiten zu geben. Es ist durchaus wichtig zu wissen, wo etwas herkommt, auch um überhaupt einen Zugang dazu bekommen. Doch ab einem gewissen Punkt ist die Eigenverantwortung sicherlich wichtiger für einen heilsamen Umgang. Wir sind oder ich bin erwachsen und der innere Kritiker spricht in einem selbst. Daher kann es nur meine eigene Aufgabe sein, mit ihm ‚Frieden zu schließen‘.

Wie kann man gesünder mit dieser kritischen Stimme umgehen? Für mich war es erstmal eine Aufgabe, diese Stimme überhaupt zu identifizieren und klarer zu kriegen, dass das nicht mein wahres Selbst ist. Und dann ist es möglich, mit dem inneren Kritiker bzw. meiner inneren Kritikerin Kontakt aufzunehmen. Wie das genau geht, weiß ich noch nicht. Doch ist für mich die Aussage hilfreich, dass der/die innere KritikerIn auch eine Schutzfunktion hat: Sie oder er will vor Kritik von außen schützen. Ich habe mich bei der Heilpraktikerin für Psychotherapie Anna Fienbork für eine Online-Gruppe angemeldet, um in praktischen Übungen zu lernen, mich mehr mit meinen inneren Anteilen zu befreunden. Mehr Infos dazu hier: https://www.annafienbork.de/#termine

In 2 Wochen trifft sich unsere Gruppe wieder in Ottenhofen und thematisch wollen wir uns mit der Gewaltfreien Kommunikation auseinandersetzen. Hier wollen wir auch einen praktischen Ansatz verfolgen, um dieser tollen Bewusstwerdung von eigenen Verhaltensweisen und Gesprächsstrategien auf die Spur zu kommen.

 

VonAndrea

Kreative Selbstdarstellung der Gruppen(mit~)begründerin

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit hatte ich dazu aufgerufen, dass ich mit einem kleinen Team bei der MUT-Tour im Spätsommer mitradeln möchte. Da das unklar ist, ob diese Radtour stattfindet, wollte ich anderweitig Mut beweisen und mehr zu meiner Betroffenheit stehen: heraus gekommen ist eine kreative Darstellung meines Seelenlebens in der Kategorie ‚Gedankenzirkus‘ auf www.mut-tour.de

Vielen lieben Dank an Franziska für die Unterstützung und Aufmunterung, das durchzuziehen. Ich bin sehr froh, dass ich mich das getraut habe. Danke auch an euer Redaktionsteam – toll, dass ihr den Wald als Bild reingebracht habt.

Hier der Link zu meinem Beitrag namens „Ein bisschen Outing ~ Mut beweisen ohne Tour“:

https://www.mut-tour.de/gedankenzirkus/kreative-darstellung-des-seelenlebens-von-shelda/

Schönes verlängertes Wochenende euch allen! Viele liebe Grüße von Andrea Martina Shelda

VonAndrea

Ostergruß und 2-Jähriges

Liebe Alle,

bald könnten wir mit unserer Gruppe 2-Jähriges feiern: wir haben nämlich im April 2018 angefangen uns zu treffen. Doch unsere persönlichen Treffen finden zur Zeit nicht statt, den geplanten Gruppenausflug müssen wir leider verschieben und insbesondere angesichts der momentanen Lage ist einem vielleicht so gar nicht zum Feiern zumute.

Wir hoffen, ihr kommt trotzdem zurecht und habt vielleicht diese Woche Sonne getankt. Wir wünschen euch immer wieder ein freundliches Gesicht auch in dieser kontaktarmen Zeit und vielleicht ist dieser Gruß eine kleine Aufmunterung.

Wann die Treffen wieder beginnen können, ist schwer zu sagen. Vielleicht müssen wir erstmal auf einen anderen Raum ausweichen. Aber ganz sicher holen wir den Ausflug zum Schliersee so bald wie möglich nach. Außerdem gibt es die Überlegung, Treffen virtuell zu organisieren – am besten auch inkl. Telefonzugang. Dazu evtl. nächste Woche mehr..

Also, haltet die Ohren steif und lasst gern von euch hören!
Andrea & Viki

Bildnachweis: Kranich 17, Pixabay

VonAndrea

Kein Gruppentreffen diesen Donnerstag (19.03.20) und Corona-Hilfen

Liebe GruppenteilnehmerInnen und Interessierte,

aus bekannten Gründen findet das Treffen unserer Selbsthilfegruppe diesen Donnerstag, den 19.03., nicht statt. Wir bitten um Verständnis dafür.

Auch zwei Wochen später – am Do, den 02.04. – können wir uns nicht im AWO-Seniorenzentrum treffen. Sollte sich die Lage bis dahin doch wieder etwas entspannen, besteht die Möglichkeit sich bei Oli zu treffen, aber das entscheiden wir erst Ende März/Anfang April. Ebenso ob wir unseren geplanten Gruppenausflug zum Schliersee am Karsamstag (11.04.) unternehmen können.

Wer Hilfe für Besorgungen oder Ähnliches braucht, kann sich nach Hilfsteams in seiner Gemeinde erkundigen. Ein guter Anlaufpunkt könnte auch die Nachbarschaftshilfe vor Ort sein; eventuell haben einige Apotheken einen Lieferdienst für Medikamente. Auf dieser Website kann man aktuell auch Hilfe suchen oder anbieten: https://www.quarantaenehelden.org/#/

Für Gespräche gibt es die Telefonseelsorge unter 116 123 und etliche Beratungsstellen bieten weiterhin telefonische sowie Mailberatung an. Auch beim Traumahilfezentrum München ist aktuell 2 Stunden am Tag ein Krisentelefon für Betroffene wegen Corona freigeschaltet: https://www.thzm.de/thzm-und-corona/

Abschließend noch die Nummern des ärztlichen Bereitschaftsdienst: 116 117 und des psychiatrischen Krisendienst in Oberbayern: 0180 – 655 3000.

Wir wünschen euch alles Gute für diese Zeit!
Andrea & Alex
‚Aktiv für die Psyche‘ in Markt Schwaben

PS: In Markt Schwaben hat sich am Mittwoch unter Federführung der Kolpingfamilie eine Aktionsgruppe gegründet unter dem Namen „Bürger für Bürger“. Auf der Webseite der Kolpingfamilie kann man seine freiwilligen Dienste ab 19. März anbieten, die zum Ziel haben, Hilfebedürftige in diesen Corona-Zeiten zu unterstützen. Wer Hilfe benötigt kann sich ab Montag unter der Nummer (0178) 178 50 71 melden. Heute werden im Ort dazu 6000 Flugblätter verteilt. Eine Mail-Adresse gibt es auch schon: buergerfuerbuergerms@gmail.com.

Noch mehr Hilfen im Landkreis Ebersberg hier – https://www.merkur.de/lokales/ebersberg/ebersberger-land-ort28613/ebersberg-bayern-corona-krise-landkreis-ebersberg-steht-zusammen-13604466.html

 

VonAndrea

Mitradler gesucht für Tagesstrecke bei der MUT-TOUR Ende August 2020

Seit ein paar Jahren wird deutschlandweit mit der MUT-TOUR auf einen aktiven und offeneren Umgang mit Depressionen hingearbeitet. Von der Webseite der Veranstalter:

Die MUT-TOUR ist Deutschlands erstes Aktionsprogramm, bei dem sich Menschen mit und ohne Erfahrung mit Depression auf Tandems, in Kajaks und beim Wandern durch ganz Deutschland bewegen. Dabei erleben die Teilnehmenden gemeinsam Bewegung, Struktur und Natur. Somit eröffnet die MUT-TOUR neue Wege in der Gesundheitsprävention. Während ihrer Etappenwege teilen die Teilnehmenden ihre positiven Erfahrungen mit Journalisten und leisten dadurch einen Beitrag für einen unverkrampften Umgang mit Depression als Erkrankung. Das Ziel ist es, einmal in einer Gesellschaft zu leben, in der angst- und schamfrei mit psychischen Erkrankungen umgegangen wird. Die diesjährige MUT-TOUR startet am 20.06. in Stadthagen und endet am 30.08.2020 in Regensburg. Interessierte können sich momentan noch für eine Etappen-Teilnahme bei uns melden.

Am Freitag, den 28.08.2020 ist ein Aktionstag in München geplant und danach wird nach Regensburg weiter geradelt. Ich würde gerne mit einer Gruppe von mind. 6 Personen bei einer individuellen Mitfahr-Aktion dabei sein. Man begleitet das Etappenteam für 5-15 km und hat dann noch die Rückfahrt. Es wäre schön, wenn sich noch 5 Mitradler finden würden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man mit der MUT-TOUR vereinbaren kann, am Samstag, den 29.08.2020 einen Streckenabschnitt zwischen München und Landshut mitzufahren. Wie viele Kilometer wir mitradeln wollen, können wir natürlich in der Gruppe ausmachen.

Wer Lust hat, bitte gerne bei mir melden: andrea@depression-erding.de – ich werde es auch in der Selbsthilfegruppe ansprechen.

Hier noch mehr Infos zu Mitfahr-Aktionen der MUT-TOUR: https://www.mut-tour.de/mach-mit/aktionstage/individuelle-mitfahr-aktionen/

VonAndrea

Von der Seele schreiben + unterstützende Videos

Letzten Donnerstag haben wir uns länger mit dem Thema ‚über Erfahrungen schreiben‘ beschäftigt. Anlass war das Buch „Heilung durch Schreiben“, in dem ein viertägiges Schreibprojekt zum besseren Verarbeiten von Traumas oder emotional aufwühlenden Erlebnissen beschrieben wird. Unsere Gruppe war geteilter Meinung: Einige denken, dass man Dinge besser dadurch verarbeiten kann, indem man sie aufschreibt. Andere wollten sich nicht zusätzlich belasten, indem sie sich mit schwierigen Themen auch noch schriftlich auseinandersetzen oder bevorzugen das Sprechen. Zwei Teilnehmer waren eher der Meinung, dass man über Aktuelles oder gezielt Positives schreiben sollte.

Ich denke, ich werde das viertägige Schreibprojekt alleine ausprobieren. Laut dem Autor James Pennebaker brauchten Studienteilnehmer, die über belastende Ereignisse schrieben, langfristig weniger ärztliche oder therapeutische Unterstützung, auch wenn es ihnen kurzzeitig nach dem Schreiben eventuell erst einmal schlechter ging.

Später kamen wir noch auf die Themen Meditation, Yoga und Tanzen zu sprechen; außerdem wie sehr es hilft, wenn man anderen helfen kann oder das Gefühl hat, gebraucht zu werden. Am Schluss hat noch eine Teilnehmerin die Videos von der Psychologin Dr. Wlodarek empfohlen, die einen YouTube-Kanal über Life Coaching betreibt. Hier ein Link zum Thema Lebenssinn: https://www.youtube.com/watch?v=AWL1-uP-agY